Homeschooling with a Photographer oder Aus der Not eine Tugend machen – powered by Olympus

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13 Aug 2020
19:00 - 19:45

Homeschooling with a Photographer oder Aus der Not eine Tugend machen – powered by Olympus

Als die Corona-Krise begann und alle Jobs abgesagt wurden, kam für mich eine neue Stelle hinzu. Ich unterrichte meinen 6-jährigen Sohn für die Schule zu Hause. Der auch schon fotografiert.
Was passiert, wenn ein leidenschaftlicher Fotograf, der nicht mehr reisen kann, seinen Sohn zu Hause unterrichtet?
So entstand eine kleine Geschichte über Instagram, die sich ständig weiterentwickelt.

Ein Auszug aus dem Tagebuch, das daraufhin entstand:

6. April 2020
Inzwischen unter Hausarrest:
Mein Sohn „stiehlt“ immer Geräte wie Klammern, um zum Beispiel ein Fort zu bauen.
Jetzt kommt meine große Rache, ich schnappe mir seine Spielzeugautos (ok, um ehrlich zu sein: meine auch), um sie in Szene zu setzen. Wie den Porsche 911 Targa von 1973. Eines meiner absoluten Lieblingsautos. Und das nicht nur in 1:43!

22. April 2020
Gestern fragte mich der Knirps: „Was ist Kreativität?
„Zuerst einmal, gib mir dein Spielzeugauto. Noch einmal. Dann nimm Deine Phantasie, etwas handwerkliches Geschick und eine Prise persönliches Mojo und leg los. Und vergiss nie das Kind in Dir. Dann baust du eine Straße aus Pappe und Kreide, gehst in den Vorgarten und machst eine Fahraufnahme des Porsche 918 Spyder.“ Und viel Spaß dabei!

4. Mai 2020
Hausunterricht mit einem Fotografen.
„Hey Dad, müssen wir diesen Schulkram heute machen? Ich will heute etwas richtig Cooles machen, bitte!“
„Kein Problem. Du kannst tun, was immer du tun willst. Du kannst fliegen, mit Walen schwimmen, auf dem Mond spazieren gehen und sogar einen fantastischen Porsche 911 E Targa von 1973 fahren! Willst Du wissen, wie?“
Der Junge rollt mit den Augen: „Nutz Deine Fantasie?“ „Nein, Photoshop!“ Großes Gelächter. Auf meiner Seite.

Die Geschichte wurde einigermaßen erfolgreich: Porsche Asia Pacific hatte zu der Zeit eine Instagram Challenge laufen namens #dreamsaremadeathome, darauf hat mich mein Marketing-Kontakt von Porsche in Singapur aufmerksam gemacht, mit

dem ich mal eine Kampagne in Taiwan fotografiert habe und für den ich eine Masterclass in Malaysia gegeben habe. Also den Hashtag zugefügt und kurze Zeit später wurden meine Bilder bei Instagram Porsche Singapur, Thailand, Taiwan, Malaysia, Nova Scotia und was ich nicht wo noch gepostet. Brav mit Namensnennung und Backlink.

Der Mutterkonzern in Stuttgart zog nach und hat die ganze Geschichte selbst nochmal veröffentlicht, was große Aufmerksamkeit erzeugt hat. Klar, Follower und Likes sind zunächst kein monetärer Erfolg, spielt sich aber dennoch aus, da Aufmerksamkeit bei den Menschen erzeugt wird, die einem vielleicht den nächsten Auftrag vergeben.

Und die Geschichte zeigt, wie man trotz Krise seiner Kreativität freien Lauf lassen kann und sollte. Außerdem hat‘s einen Riesenspaß gemacht.
Ich zeige viele Bilder, auch vom Making of und erzähle spätestens beim Adobe-Talk ein bisschen über die Post production und wie ich in ein Spielzeogauto kam.